Warum Vorsätze scheitern
- Fabian Surrey
- 13. Jan. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Dez. 2025

… und wie echte Veränderung gelingt
Das neue Jahr beginnt, und mit ihm kommen die altbekannten Vorsätze: mehr Sport treiben, gesünder essen, weniger Zeit am Handy verbringen. Doch wie oft verpuffen diese Pläne schon nach wenigen Wochen?
Studien zeigen, dass nur etwa 9 % der Menschen ihre Vorsätze langfristig umsetzen (Scranton University). Noch ernüchternder: Rund 64 % geben ihre Vorsätze bereits nach einem Monat auf (Norcross, 2002).
Die spannende Frage ist also nicht, ob Vorsätze scheitern –
sondern warum. Und vor allem: Was stattdessen trägt.
Warum Vorsätze oft nicht greifen

Vorsätze scheitern selten an mangelnder Disziplin.Sie scheitern meist daran, dass sie an der Oberfläche bleiben.
Viele Ziele sind gut gemeint, aber nicht wirklich verbunden mit dem eigenen Leben. Sie klingen vernünftig – fühlen sich aber nicht stimmig an. Das erzeugt innere Spannung. Und genau die bremst Veränderung. Ein paar typische Dynamiken, die ich dabei immer wieder beobachte:
Unstimmige Zielsetzungen
Oft orientieren wir uns an Idealen, Trends oder Erwartungen von außen. Ziele wie „10 Kilo abnehmen“ oder „jeden Tag Sport treiben“ wirken motivierend, passen aber nicht immer zu unserem Alltag, unserer Energie oder unserer aktuellen Lebensphase.
Fehlende emotionale Verankerung
Ein Vorsatz wie „Ich sollte mehr Sport machen“ bleibt abstrakt, solange kein inneres Warum spürbar ist. Veränderung wird erst dann tragfähig, wenn sie emotional Sinn ergibt – nicht nur logisch.
Unbewusste innere Muster
Alte Glaubenssätze wie „Ich halte das sowieso nicht durch“ oder diffuse Ängste wirken oft stärker als unser bewusster Wille. Sie laufen im Hintergrund mit und sabotieren Veränderung, ohne dass wir es sofort merken.
Fokus auf das Ergebnis statt auf den Weg
Viele Vorsätze richten den Blick ausschließlich auf ein zukünftiges Ziel. Doch Veränderung geschieht im Alltag – in kleinen, oft unspektakulären Momenten. Wenn der Weg keine Wertschätzung erfährt, wird er schnell zur Belastung.
Was Veränderung eher ermöglicht als verhindert

Echte Veränderung beginnt selten mit einem großen Entschluss. Sie beginnt meist leise.
Ein erster Hinweis
Veränderung wird stabil, wenn sie innerlich Sinn ergibt. Nicht als Pflicht, sondern als Antwort auf ein echtes Bedürfnis.
Ein weiterer Impuls
Oft geht es weniger darum, etwas Neues hinzuzufügen, sondern darum, etwas zu verstehen oder loszulassen. Innere Blockaden wollen nicht überwunden, sondern wahrgenommen werden.
Noch ein Gedanke
Nachhaltigkeit entsteht fast immer in kleinen, wiederholbaren Schritten. Mini-Bewegungen im Alltag schaffen Vertrauen – in dich selbst und in den Prozess.
Und schließlich
Veränderung gelingt leichter im Kontakt. Mit anderen Menschen. Oder mit professioneller Begleitung. Nicht, weil man es allein nicht könnte, sondern weil Spiegelung, Halt und Resonanz Entwicklung vertiefen.
Der Atem als Zugang zu echter Veränderung

Der Atem ist eines der direktesten Werkzeuge, um innere Prozesse zu beeinflussen. Er wirkt unmittelbar auf unser Nervensystem – und damit auf Klarheit, Stressregulation und Entscheidungsfähigkeit.
Schon eine einfache Praxis wie kohärentes Atmen (5 Sekunden ein, 5 Sekunden aus) kann spürbar beruhigen und den Blick weiten. Es sind oft diese bewussten Atemzüge, die Raum schaffen: für Wahrnehmung, für neue Perspektiven, für stimmige nächste Schritte.
Feststecken kenne ich gut. Mir hilft es, über den Atem langsamer zu werden, klarer zu spüren und kleine Schritte ernst zu nehmen.
Atemarbeit, das bewusste Spüren dessen, was wirklich ansteht, und das Würdigen kleiner Schritte haben mir geholfen, gelassener mit Scheitern umzugehen und notwendige Veränderungen anzugehen.
Das Leben – und wir mittendrin – ist kein Projekt mit Deadline. Es ist ein Prozess. Atemzug für Atemzug.
Wie Veränderung tragfähig werden kann

Vorsätze scheitern nicht, weil wir faul oder unmotiviert sind.
Sondern weil sie oft zu kurz greifen. Veränderung beginnt dort, wo wir bereit sind, ehrlicher hinzuschauen: auf unsere Bedürfnisse, auf Andere, unsere inneren Widerstände und das, was wirklich wichtig ist.
Vielleicht beginnt sie nicht mit einem neuen Ziel.
Sondern mit einem bewussten Atemzug.
Mit einer guten Frage.
Mit dem Mut, den eigenen Prozess ernst zu nehmen.
Wenn du erfahren möchtest, wie Atemarbeit dich dabei unterstützen kann, innere Blockaden zu lösen und mehr Klarheit und Ruhe zu finden, lade ich dich herzlich zu meinen regelmäßigen Release Me.-Abenden ein.
Sie sind kein Workshop und kein Optimierungsprogramm – sondern ein Erfahrungsraum für Loslassen, Spüren und Neu-Ausrichten.
Denn manchmal braucht es nicht mehr Willenskraft. Sondern einen Moment echten Kontakts.



